20. & 21. 8.

FESTIMFALL 
KÜNSTLERINNEN & KÜNSTLER

 
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TAVOLATA MUSICALE

Freitag, 20. August, 19.00 - 23.00 Uhr

 

Dominik Flammer ist Essensforscher und Buchautor und beschäftigt sich seit dreissig Jahren mit der Geschichte der Ernährung. Seine Bücher und Filme sind international mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht das kulinarische Erbe des Alpenraums und insbesondere die engere Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaft und der Gastronomie. Er ist der Ideengeber und Entwickler des »Culinarium Alpinum«, ein international einzigartiges Kompetenzzentrum für alpine Regionalkulinarik. In Zusammenarbeit mit namhaften Organisationen der Landwirtschaft, der Gastronomie und der Lebensmittelproduktion hat es im August 2020 im ehemaligen Kapuzinerkloster in Stans seine Pforten geöffnet.

Martin Real. Aus der berühmten Gastronomenfamilie Real in Vaduz stammend, wird Martin Real die Begeisterung für den Kochlöffel in die Wiege gelegen und wurde erst kürzlich von Gault Millau wieder mit 15 Punkten ausgezeichnet. In enger Zusammenarbeit mit Dominik Flammer hat er sich für uns kulinarische Köstlichkeiten ausgedacht und bereitet diese nun an mit Herz und Leidenschaft in der Johanneum-Küche für sie zu. Uns läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.

Tiezerk ist ein Duo aus Yerevan, das keine künstlerischen Grenzen kennt. Die beiden jungen Sängerinnen und Multiistrumentalistinnen Lusine Mlke-Galystan und Eliza Baghdiyan nehmen die traditionelle armenische Musik als Basis und entwickeln diese in kunstvollen, verträumten aber auch temperamentvollen Arrangements weiter, um daraus ihre ganz eigene Musik zu entwickeln. Sie arbeiten eng mit dem MIHR Theater ihrer älteren Geschwister zusammen, dem einzigen unabhängigen Tanztheater Armeniens, und treten regelmässig in multidisziplinären Bühnenproduktionen auf. Man kann es nicht beschreiben; diese Stimmen berühren einfach jede*n der sie hört. Verzauberung.

Christian Zehnders musikalische Welt schöpft aus den archaischen Verlautbarungen der menschlichen Stimme und ist ganz im Topos der alpinen Welt verankert. Als Solist, Komponist und Regisseur transformiert er Essentielles aus dem alpinen Schaffensraum in die verschiedensten Disziplinen und behauptet darin kompromisslos eine eigenständige künstlerische Vision: den new space mountain. Unzählige Produktionen rund um die Welt und Auszeichnungen entstanden in den letzten 30 Jahren. Vor kurzem erhielt er den Albert Mountain Award 2020 für seine besonderen Verdienste an der Bergwelt. Christian Zehnder ist seit Herbst 2019 Künstlerischer Leiter der Klangwelt Toggenburg.

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WANDELKONZERT

Samstag, 21. August, 16.30 - 20.30 Uhr

Il Mosaico gehört seit bald 30 Jahren zu den führenden Jugendorchestern der Schweiz. Wo immer das Orchester auftritt, beeindruckt es durch grosse musikalische Ausstrahlung und Kraft. Ihr technisches Können und ihre Spielfreude hat ”Il Mosaico” auf viele internationale Konzertreisen bis nach Japan gebracht. Dass das Toggenburg auch international beim Nachwuchs ganz an der Spitze mithalten kann, ist dem leidenschaftlichen Musiker und Dirigenten Hermann Ostendarp zu verdanken und seiner unermüdlichen Passion zur Musik: Eine Lebensaufgabe.

Isa Wiss. Wenige Sängerinnen verfügen über ein derart breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten wie die Luzernerin Isa Wiss. Es gibt nicht viele, die sich mit solch unbändiger Lust ins musikalische Abenteuer stürzen – ohne Netz und doppelten Boden. Ihre stimmliche Freiheit ist aber stets eine Beseelte und man hängt ihr auch dann noch an den Lippen, wenn ein tobender Orkan oder riesig schwärmende Lachmövensalven aus ihren Tiefen herausbrausen: Eine der ganz Grossen wilden Stimmen in der Schweiz und die pure Kraft einer unverwechselbaren Naturstimme.

Hansjürg Gutgsell war lange Hauptorganist der katholischen Pfarrei Neu St. Johann. Niemand kennt diese einmalige Orgel von Neu St. Johann - die weit herum bekannt ist - besser wie er. Cd-Aufnahmen halten beeindruckend fest, wie verbunden und verschmolzen der Organist mit der Königin der Instrumente immer war. Im freien Fall der Improvisation schenkt uns der grosse Altmeister der Orgelkunst nun noch einmal einen ganz speziellen himmlisch entrückten Ausflug ins Überirdische. 

Michael Risch, geboren in Engen. Orgelunterricht u.a. bei Dr. Michael Belotti in Freiburg. Studium an der Akademie für Kirchenmusik in Regensburg bei Karl Friedrich Wagner.

Seit 7 Jahren hauptamtlicher Organist in der Seelsorgeeinheit „Oberes Toggenburg“.

Pädagogische Arbeit an der Musikschule „Westlicher Hegau“.

Vielfältige kammermusikalische und solistische Konzerttätigkeit als Organist und Cembalist.

Michael Risch und Hansjürg Gutgsell spielen ​Orgelwerke aus Barock und Renaissance. Den Schluss bildet ein Orgelwerk für zwei Orgeln von Gaetano Piazza. Somit erklingen beide Orgeln der Klosterkirche zusammen.

Luzius Schuler ist ein junger Schweizer Pianist, Keyboarder, Komponist und Produzent. Seine Musik ist weitläufig, poetisch, fast filmisch und hat eine grosse verspielte Sogkraft. Auf dem Piano und seinen elektronischen Hilfsmitteln schafft er unwiderstehliche Klanggemälde von entrückter Schönheit. Er spielt wie ein impressionistischer Maler, der alle Farben der musikalischen Welt aus Jazz, Pop, Klassik und archaischen Fundstücken auf seinem Musikkosmos neu ordnet und zusammensetzt. Stücke aus seiner Klangweltschmiede sind kürzlich auf einer ersten Solo-CD erschienen und lassen aufhorchen.

Béatrice Graf ist eine Globetrotterin, eine Weltbürgerin, die Gewinnerin des Schweizerischen Musikpreises 2019. Als Musikerin und Komponistin ist sie in verschiedenen Bereichen tätig. Jazz, Rock, Weltmusik, zeitgenössische Musik und Elektro. Nichts ist ihr fremd, Berührungsängste kennt sie keine.  Als eine der ersten professionellen Schlagzeugerinnen der Schweiz hat Béatrice Graf vielen Frauen Mut gemacht, denselben Weg einzuschlagen und in der männerdominierten Jazz- und Schlagzeugszene Fuss zu fassen.

Sarah Rüegg ist mit dem Naturjodel des Tales tief verbunden, hegt und pflegt das Kulturgut des Toggenburgs, belebt das Brauchtum und berührt die Zuhörerinnen und Zuhörer weit über das Tal hinaus. 

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TANZ DEN SCHÖTT

Samstag, 21. August, 21.00 Uhr

Die Trychlergruppe Ischellner Churfirsten pflegt die im Toggenburg wie auch fast in der ganzen Schweiz Hochkultur des Trychlens oder eben Schellenschöttens. Ob beim Brauchtum, Fest oder in der Kultur vertreiben sie seit Generationen die dunkeln Geister und zaubern einen Raum für all die hellen Kräfte der Natur und der Freude. Gemeinsam mit Tänzern des Basler Ballets gestalten sie eine Uraufführung: Tanz den Schött.

Javier Rodriguez Cobos und Fran Fannar Pedersen sind kongeniale Tänzer mit spanischen, respektive isländischen Wurzeln. Nach einer bewegten Weltkarriere sind heute beide als Solisten im Ballet des Theater Basel tätig. In dem einmaligen Aufeinandertreffen mit den Schellenschötter aus dem Toggenburg erarbeiten die beiden Künstler ein ganz spezielles Körperkonzert im Wechselspiel von Tradition, Brauchtum und Neuland.

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NACHTMUSIK

Samstag, 21. August, 22.00 Uhr

Marcel Oetiker sagt «Mich interessiert Musik, die innovativ ist, aber trotzdem nicht mit der Tradition bricht». «Weil ich mit dem Schwyzerörgeli neue Sachen mache, meinen die Leute immer, ich wolle sie provozieren. Aber die Revolution interessiert mich sehr viel weniger als die Evolution.» Und die ist nun mal ein kompliziertes Unterfangen, in all ihren Mutationen, von denen man erst noch sehen wird, wohin sie führen.

Volksmusik hat sich immer bewegt. Sie war schon immer in ständiger Evolution. Eine neue Generation von Schweizer olksmusikern geht selbstbewusst und visionär mit ihrer Tradition  um und schafft so Unerhörtes. Astor Piazolla hat vor über 50 Jahren mit seinem Bandoneon den Nuevo Tango begründet. Marcel Oetiker erneuert heute unser Schwyzerörgeli und erweitert die Volksmusik genau so aufregend wie nachhaltig.

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MUSIK IM AUSSENBEREICH - FREI ZUGÄNGLICH

Samstag, 17.00 - 20.00 Uhr

Das Trio „rond om de Säntis“ spielt löpfige und traditionelle Volksmusik aus dem Toggenburg und Appenzellerland.

Nebenbei pflegen sie auch den Gesang, das „johle" und „zaure" sowie das Talerschwingen.

Das Trio besteht aus dem Hackbrettbauer- und Spieler Werner Alder, dem Bassist Peter Looser und der Geigerin Maya Stieger.

Ländlerquartett Blatter-Roth. In dieser Zusammensetzung spielen die Cousinen Andrea und Marlene Roth, Rahel Brander und Armin Blatter seit Februar 2018 miteinander. Die vier begeisterten Musikanten kommen alle aus dem Toggenburg.

Das Ländlerquartett Blatter-Roth spielt vorwiegend im runden, gepflegten Illgauerstil. Es werden auch gerne Stücke aus anderen Regionen ins Repertoire aufgenommen. Zu den Vorbildern gehören unter anderem das Echo vom Druosbärg, Handorgelduo Esther und Edith oder das Ländlertrio Chüeisgruess. Beliebte Auftritte des Quartetts sind gemütliche, urchige und tänzige Anlässe.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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